New Leadership / Inputs aus der Coach-Perspektive 1

Mut & Achtsamkeit & Perspektive erweitern 

von Aja Appel

Ich habe immer geglaubt, dass ich nicht mutig bin, weil ich die Gefühle von Angst so  gut kenne.

Aber offensichtlich bin ich wohl doch ziemlich mutig. Und diese Erkenntnis setzt viel Kraft und Lebensfreude frei. Nach all den Jahren und trotz fortgeschrittenen Alters noch einmal ganz neu zu starten, ja, ich kann nur sagen: Ja! Ich bin froh, dass ich mich getraut habe.

Wann immer wir etwas wirklich Neues vorhaben, Herausforderungen meistern wollen, nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten, nach Lösungen suchen, einen neuen Job annehmen, die eigene Praxis eröffnen, uns noch einmal ganz neu orientieren wollen…. lautet die Erfolgsstrategie:

Erst mal die Perspektive erweitern!

Im Wahrnehmen, im Denken, im Fühlen, im Handeln, im Sprechen, im Sich-Beziehen, im Sein……..

Denn Lösungen und neue Möglichkeiten befinden sich außerhalb unserer Alltags-Perspektive. Sie sind für uns innerhalb der gewohnten Wahrnehmungsmechanismen nicht wahrnehmbar.

Was wir wirklich wollen und auch was wir wirklich können ist über den Verstand, über unser gewohntes Wissen, ist innerhalb unserer sogenannten BOX nicht erfaßbar. Und auch nicht realisierbar.

Es setzt voraus:

  1. dass wir uns unserer Wahrnehmungs- und Denkmuster und der damit verbundenen Überzeugung, dass sie die Wahrheit abbilden, überhaupt bewusst sind.
  2. dass wir bereit sind, anzuerkennen, dass es etwas gibt, das wir nicht wissen.
  3. dass wir bereit sind, dieses Neuland des Nicht-Wissens zu betreten.
  4. dass wir bereit sind, all die damit verbundenen Unsicherheits- und Angstgefühle zu fühlen und zu akzeptieren und unsere Wahrnehmungssensoren trotzdem offen zu halten.

Denn außerhalb der BOX betreten wir Bereiche, von denen wir meist gar nicht wissen, dass wir da etwas vielleicht nicht wissen oder unbewusst sind. Und wer traut sich in unserer Wissensgesellschaft schon zuzugeben, dass es Dinge gibt, die er nicht weiß. Besonders wenn man als Führungskraft oder überhaupt mit Menschen arbeitet sind wir von unserem °Alles-Wissen-Müsser“ dominiert.

Das wiederum ist nicht so einfach zu akzeptieren wie es sich vielleicht anhört.

Und es braucht Mut.

Mut, sich den inneren Realitäten, den Unsicherheiten, Ängsten und vielleicht Verwirrtheitsgefühlen und Zweifeln zu stellen, die natürlicherweise auftauchen, wenn wir Neuland betreten.

Mut, neue Orientierungskriterien, Werte, Bedürfnisse und Visionen zu finden, wenn unsere alten Navigationssysteme nicht mehr funktionieren.

Mut, in der Offenheit und Neuausrichtung zu bleiben, auch wenn wir Fehler machen und daraus lernen.

Mut, menschlich zu bleiben und achtsam mit sich selbst und dem großen Gefüge von Menschen und Systemen, in und mit denen man sich bewegt

Denn Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst, sondern deren Akzeptanz und den konstruktiven und kreativen Umgang mit diesem Gefühl.

Das habe ich selbst lernen dürfen und diese Erkenntnis hat mich sehr erleichtert und entspannt und mich ermutigt, neue Möglichkeiten anzugehen und große Schritte zu wagen und über meine Komfortzonen hinauszugehen.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Ohne den Support großartiger Coaches und Menschenstärker und Leader wäre das sicher nicht so möglich gewesen.

Coaching ist das Leadership-Tool, das es braucht, um Menschen – inklusive sich selbst- durch schwierige Herausforderungen dahin zu begleiten, wohin sie wirklich wollen.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*