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  1. XING MAGAZIN       März 2018

Lesen Sie den aktuellen Artikel von Aja Appel zum Thema:

Less Stress! Ist das heute überhaupt möglich?

Es gibt äußere Umstände, die uns belasten, wie Zeitdruck, Mobbing, Unter- oder Überforderung, 24/7 Verfügbarkeit. Und es gibt innere Stressoren, die fast schwerer wiegen, wenn wir ihnen nicht mit entsprechender Bewusstheit begegnen können. Auf die Frage „Kann ich überhaupt etwas tun?“ gibt es ein eindeutiges Ja! Manches geht allerdings nicht ohne professionelle Unterstützung.

Werden wir nur kurzfristig bis an unsere Grenzen belastet, wirkt das wie wiederholtes sportliches Training. Das Gehirn setzt innerhalb von Millisekunden Neurotransmitter und Stresshormone frei. Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz steigen. Unser gesamter Organismus ist in Alarmbereitschaft gesetzt. Ist der Stress vorbei, geht die natürliche Bewegung wieder in einen Normalzustand zurück. Man schläft besser, ist ausgeglichener und vitaler. Dann spricht man von positivem Stress oder Eustress.

Hormonmangel durch Dauerstress

Sind wir jedoch dauerhaftem Stress ausgesetzt, unabhängig davon, ob die Stressoren im Außen oder in unseren inneren Funktionsmechanismen begründet sind, spricht man von negativem Stress oder Dystress. Unser Körper und unser Immunsystem befinden sich dann in ständiger Alarmbereitschaft mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen. Der Mangel an Hormonen und Neurotransmittern, zu wenig Adrenalin, zu viel Noradrenalin können zu Erschöpfung, Schlafstörungen, Depressionen, Angstzuständen führen und zu Beschwerden im Herz-Kreislauf- und Verdauungssystem. Dauerstress muss also unbedingt abgebaut werden, wenn wir unsere eigene Gesundheit, unsere Lebensfreude und Leistungsfähigkeit und die unserer Mitarbeiter erhalten wollen.

Stressoren zu verändern kann auch stressen

Das Verändern von Stressoren, sowohl äußeren als auch inneren Stressoren, kann ziemlich in das Regelwerk von Arbeitsabläufen, Settings, Meetingstrukturen, in lange konditionierte menschliche Funktionsmechanismen, Denk- und Handlungs-Gewohnheiten eingreifen. Es rüttelt sozusagen kräftig an der „Box“. Und da wir als Menschen zwar auf der einen Seite einen hohen Leidensdruck spüren, macht uns auf der anderen Seite aber auch Veränderung Angst, weil sie uns immer in Unsicherheit stürzt, eine Neuorientierung erforderlich macht, sprich ins Nicht-Wissen katapultiert.

In 5 Schritten zu Less Stress

Von diesen Gefühlen und von dieser Ambivalenz darf ich mich nicht irritieren oder abhalten lassen, wenn ich in Richtung Less Stress! unterwegs bin. Oder viel besser positiv ausgedrückt, wenn ich mich dahin bewege, wohin es mich wirklich auch innerlich zieht. Im Gegenteil. Die Gefühle geben mir Hinweise auf interne Verarbeitungsprozesse und zeigen an, dass hier Energie in der Hin- und Herbewegung gebunden ist und damit nicht dem Arbeits- und Entwicklungsprozess zur Verfügung gestellt werden kann. Es erfordert höchste Führungskunst, Professionalität im Umgang mit starken Emotionen und deren Ursprung und den Einsatz von entsprechenden Supportstrukturen beziehungsweise Supportpersonen – unabhängig davon, ob Sie sich in einen Less-Stress-Prozess als Einzelperson begeben oder ob Sie als Führungs-oder Personalverantwortlicher eine Initiative starten. Vielleicht ist es auch an der Zeit, einen Profi zu engagieren, der Sie unterstützt. In jedem Fall lässt sich ein Less-Stress-Programm am besten in 5 Schritte strukturieren:

Step 1: Der erste Schritt auf diesem Weg ist natürlich die Identifizierung der Stressoren. Fast in jeder Stresssituation finden wir eine Kombination vor von inneren und äußeren Stressoren. Es erfordert einen gewissen Mut, Dinge beim Namen zu nennen, ohne in Schuldzuweisungen oder in Vorwürfe abzugleiten. Und großen Mut, sich selbst zu reflektieren und wirklich zu spüren. Diese Selbst-Reflexion kriegt man alleine nicht hin, dazu ist man zu sehr „drin“, beziehungsweise identifiziert. Hierzu braucht man am Anfang immer einen Profi. Das kann auch der Leader nicht leisten, egal wie gut er ist. Ohne Profi-Begleitung zu Beginn einer derartigen Initiative ist der Frust vorprogrammiert.

Step 2: Der 2.Schritt besteht in der Konfrontation mit dem was passiert, wenn die Stressoren plötzlich sichtbar sind. Das löst bei allen Beteiligten immer auch Gefühlsreaktionen aus, die, wenn sie nicht gut geführt werden, in endlose Diskussionen, neuen Stress und Destruktivität führen können. Hier sind das wirkliche Zuhören, das Erfassen der Bedürfnisse und das gekonnte Surfen und Coachen der Emotionswelle gefragt.

Step 3: Der 3. Schritt macht die Ausrichtung auf ein Ergebnis, das Ziel, den Entwurf einer erstrebenswerten Vision, eines Szenarios erforderlich. Wofür lohnt es sich, meine Gewohnheiten zu hinterfragen und etwas Neues auszuprobieren? Less Stress wird gegebenenfalls als Team-Projekt definiert mit entsprechenden Mitgliedern, Leadern, Rollen, Zuständigkeiten, Verantwortung und Verantwortlichkeiten.

Step 4: Im 4. Schritt legt man gemeinsam fest, wie man das beabsichtigte Ergebnis erreichen will. Will man nicht in alte Gewohnheiten und Stress-auslösende Handlungsmuster verfallen, braucht es hier neue Strukturen, Setups für Meetings und Arbeitsabläufe, Pausen, Kreativität, das Andocken an Werte und Bedürfnisse und an das Commitment, das man entweder mit sich selbst oder mit dem Unternehmen eingegangen ist, für das man arbeitet. Hier werden Lern- und Entwicklungsfelder der Menschen im Umgang mit inneren und äußeren Stressoren sowie praktische Bedarfe an Ruheräumen oder Meditationsangeboten definiert und entsprechende Maßnahmen und Supportangebote wie Less Stress Courses, Einzel-Coaching und Training in New Leadership, Entspannungskurse und ähnliches eingeleitet.

Step 5: Der 5.Schritt umfasst die regelmäßige Überprüfung des Status Quo und die entsprechende Neujustierung des Prozesses. Manches findet in regelmäßigen Sharingrunden statt, manches als Einzelgespräche mit einem definierten Coach. Es werden Fragen erörtert wie: Woran erkenne ich, ob ich mich wieder in einer gesunden Balance befinde zwischen Anspannung und Entspannung? Wie geht es meinem Körper? Wie meinem Denken? Wie meinen Gefühlen? Welche Auslöser haben mich immer noch am Haken? Was kann ich selbst tun? Welche Hilfe und Unterstützung kann ich mir holen?

Destruktive Hamsterräder stören

Diese 5 Schritte bieten natürlich nur einen ungefähren Anhaltspunkt und einen kleinen Auszug aus dem komplexen Themenkatalog, mit dem man zu tun hat, wenn man sich mit dem Thema Less Stress befasst. Es braucht Kompetenz, Sensitivität und Kreativität, Ausdauer und Geduld, um Agilität in alte Denk- und Verhaltensgewohnheiten zu bringen und um destruktive Hamsterräder im Inneren und im Außen so zu stören, dass Neues, Veränderung und Entwicklung und Less Stress als Support-Möglichkeiten angenommen werden können und nicht mehr als zusätzlicher Stress erlebt und entsprechend abgelehnt werden müssen. Denn Less Stress ist immer auch ein Change-Prozess mit den vielfältigen Herausforderungen und der ganzen Komplexität, die das bedeutet.

Xing Magazin Aja Appel März 2018 Less Stress! Ist das heute überhaupt möglich? | XING Coaches


2. XING MAGAZIN   Mai 2017

Lesen Sie den aktuellen Artikel über New Leadership von Aja Appel im XING MAGAZIN Mai 2017

Für eine neue Zukunft braucht es eine neue Art von Führungskräften

Ein Leader braucht einen Wechsel in seiner Identität. Es wird weniger Managing und dafür mehr Leading und Coaching von ihm gefragt sein, wenn es um die Führung von Menschen in transformativen Prozessen geht. Diese Kompetenzen in der Führungsmannschaft zu entwickeln passiert im Idealfall bevor das Unternehmen einen großen Veränderungsprozess starten will. Reines Skills-Training greift hierbei zu kurz.

Die Komplexität unserer heutigen Zeit, der Übergang und der kollektive Schritt in die Wissensgesellschaft, der als Folge des technischen Fortschritts heute von uns gefragt ist, macht es für uns alle – aber natürlich ganz besonders für die Leader der heutigen Zeit – erforderlich, Agilität und bewusste Haltungen auf allen Ebenen unserer menschlichen Funktionsmechanismen zu entwickeln. Es gilt, über Dinge nachzudenken, an die man sich gar nicht zu denken traut. Und etwas zu machen, an das man glaubt, anstatt sich damit zu beschäftigen, warum etwas nicht geht.

Veränderung oder Change ist hierbei kein vorgegebener, zeitlich vom Unternehmen begrenzter Prozess, sondern Veränderung passiert, während wir noch dabei sind Pläne zu machen, sagt man so schön. Veränderung passiert jeden Moment, ob wir es wollen oder nicht. Veränderung ist Leben. Leben und damit auch Arbeiten ist ein fortwährender Veränderungsprozess. Anstatt also darüber nachzudenken, ob und wie und wann ein Changeprozess initiiert und geplant werden sollte, ist es vielleicht sinnvoller zu realisieren, dass man sich bereits mitten drin befindet. Die eigentlich gute Idee ist, mehr darüber verstehen zu wollen. Über die Funktionsmechanismen von Veränderung und vor allen Dingen darüber, wie wir Menschen darauf reagieren, bzw. wie wir agil, kraftvoll und kreativ in einer sich ständig wandelnden Welt agieren können, besonders wenn wir eine Leadingposition innehaben.

So gestalten Sie aktiv die Zukunft mit

Veränderungsfähigkeiten bei allen Mitarbeitern im Unternehmen zu entwickeln macht fit für alle Herausforderungen in der Gegenwart und vor allen Dingen erlaubt es die aktive Mitgestaltung der Zukunft, die man wirklich möchte. Als Leader kann ich nur dann andere Menschen kraftvoll zu beabsichtigten Ergebnissen führen, wenn ich permanente Veränderung akzeptiere, ihre Funktionsmechanismen auf allen Ebenen verstehen und nutzen kann und trotzdem klar orientiert in meinem inneren Navigationssystem und den äußeren Markierungspunkten und der übergeordneten Ausrichtung bleiben kann:

– Dann fallen Entscheidungen leichter.

– Dann „weiß“ ich, wann ich Pläne loslassen, modifizieren oder erhalten muss. Welche Ressourcen ich anzapfen kann und welche ich dringend aufbauen und entwickeln muss

– Dann weiß ich, was und wie und wo und mit wem ich kommuniziere. Wann Coaching gebraucht wird, wann Managing und wann Leading, um die „Reise“ für und mit allen Beteiligten erfolgreich zu gestalten.

Dieses Wissen kommt aus einer umfassenderen Intelligenz des Leaders, die sowohl den Verstand, das Faktenwissen und die Erfahrung nutzt, aber auch die mehr visionären Informationen aus den Bereichen von Intuition und Instinkt. Damit meine ich nicht irgendwelche zufälligen Informationen, die wir heute so salopp als „Bauchgefühle“ bezeichnen, sondern ich spreche von klar differenzierbaren Hinweisen, die aus einer erweiterten Perspektive und aus dem bewussten Anzapfen aller Intelligenzbereiche wie Kopf, Herz und Bauch hervorgehen.

Es geht nicht um ein reines Skills-Training

Da wir Menschen aber normalerweise aus einer eher begrenzten Perspektive und Haltung heraus – die in unserem Five Steps-Coachingprozess auch „Die Box“ genannt wird – und meistens bewusst nur auf der Basis des Verstands agieren wollen, ist es klar, welch umfassenderer Entwicklungsbedarf sich hier für den Bereich Leadership-Development zeigt:

– Ein Entwicklungsbedarf, der nicht durch reine Skillstrainings gewährleistet werden kann.

– Ein Entwicklungsbedarf, der die Persönlichkeit des Leaders, seine Haltungen, seine Werte, seine Erfolge und Talente umfasst genauso wie seine Bewusstseins- und Selbstreflexionskompetenzen und das professionelle Verständnis der Wirkmechanismen von Menschen, Märkten, Feldern, Systemen, Teams und Gruppen.

Erst wenn ich als Leader mich selbst ergründen und verstehen und stärken kann, kann ich auch andere Menschen, Systeme und Dynamiken verstehen und stärken und in große Möglichkeiten und Ergebnisse führen, die man wirklich, wirklich will.

 

pdf3. Artikel über die Five Steps® Arbeit in der internen Firmenzeitung unseres Kunden Trimo, Slowenien.

Lesen Sie mehr unter Trimo Internal Newspaper




pdf4. Artikel über Five Steps® im Heft Trainer Aktuell von Managerseminare Januar 2008… Lesen Sie mehr unter Artikel Five Steps® Heft: Training Aktuell / Januar 2008




pdfInterview mit Aja Imlintz-Appel und Dirk Appel über die Arbeit von Five Steps®.


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